Skyler Saufley (*1996, Virginia) ist einer dieser jungen Künstler, welche das Feuer des Blues am Lodern halten. Mit seinem unverfälschten Stil hat er sich bereits einen festen Platz in der Szene erobert und sogar die prestigeträchtige Aufnahme in die «Alabama Blues Hall of Fame» erreicht.
Saufley ist nicht nur ein Musiker, er ist ein Botschafter des ursprünglichen Blues, ein Bewahrer einer tief verwurzelten amerikanischen Musiktradition, die er mit jugendlicher Energie und beeindruckendem Talent neu interpretiert. «Ich habe das Gefühl, dass man die ursprünglichen Künstler irgendwie verteidigen muss, indem man sie richtig spielt. Man muss die schwarze Kultur, aus der sie stammen, respektieren», sagte er zum Magazin Arts Atlanta. Saufley ist entschlossen, die Bluesmusik so zu spielen, dass sie ihrem Wesen, so wie er sie versteht, gerecht wird. Für ihn bedeutet das, den Song getreu wiederzugeben, ihn aber nicht zu imitieren. «Ich versuche immer, ihn respektvoll zu halten. Ich ändere ihn, damit er zu meinem Stil passt, aber ich stelle mir immer vor, wie derjenige, der den Song aufgenommen oder geschrieben hat, den Song spielen würde. Wenn er mich heute Abend hören würde, würde er das cool finden, oder würde er denken, dass ich seinen Song ruiniert habe?»
Skyler Saufley ist ein autodidaktischer Multiinstrumentalist. Ohne formale Ausbildung hat er sich das Gitarrenspiel – sein Hauptinstrument – sowie Klavier, Mandoline, Schlagzeug, Bass und Mundharmonika selbst beigebracht. Sein Repertoire erstreckt sich über Jump-, Swing- und West Coast Style Blues, angereichert mit spürbaren Rock'n'Roll-Einflüssen, die seinen Auftritten eine zusätzliche Schicht von roher Energie verleihen. Saufleys Musik ist ein Tribut an die Grössen des Blues und Rock 'n' Roll, Künstler wie T-Bone Walker, Muddy Waters, Jimmy Reed, Chuck Berry und Jerry Lee Lewis. Auf der Bühne zeigt er eine starke Präsenz. Seine Live-Shows sind wahre Feste des Blues und Boogie-Woogie, gefüllt mit elektrisierenden Standards, und er scheut auch nicht davor zurück, mal tief in die Trickkiste zu greifen. «Als Bluesmusiker kann es schwierig sein, sich von der Masse abzuheben. Ich habe immer versucht, das zu spielen, was ich hören will, und dabei authentisch zu sein. Es kann aber auch nicht schaden, auf der Bühne ein paar verrückte Tricks zu machen. Ich würde gerne glauben, dass ich in die Fußstapfen meines Helden T-Bone Walker trete, wenn ich auf einen Barhocker oder einen Tisch oder so steige und die Gitarre über meinem Kopf spiele.»
Und wie gut sein Konzert wird, hat das Publikum am Lucerne Blues Festival auch ein Stück weit selber in der Hand. «Wenn das Publikum begeistert ist, spielen wir besser, und wenn wir besser spielen, geht diese Energie die ganze Nacht hin und her, und das ist für mich wie eine Droge. Auf der Bühne für Leute zu spielen, die lieben, was man tut - das lässt mich das, was ich tue, noch mehr lieben.»