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Chris Corcoran

Chris Corcoran


Das gibt’s nicht oft am Lucerne Blues Festival: rein instrumentale Acts ohne Gesang. Dieses Jahr steht mit dem Engländer Chris Corcoran ein begnadeter Gitarrist auf der Bühne, der mit seiner Band auch ohne stimmliche Unterstützung – oder gerade deswegen – für Aufsehen sorgt. 

Chris Corcoran wuchs in einer musikalischen Familie im ländlichen Lincolnshire GB auf. Seine musikalische Reise begann er eher widerwillig mit dem Klavierunterricht seiner Schwester. Später spielte er Klarinette und trat er dem Jugendblasorchester der Grafschaft bei. Chris Corcoran studierte Physik und Musik an der Reading University. Hier war er neben seinem Studium sehr aktiv in Jazzbands und mit Kammermusik. Als er bereits als Forschungsassistent arbeitete, besuchte er Jazz-Summer Schulen und lernte von führenden britischen Jazzmusikern wie John Taylor, Gordon Beck, Django Bates und Ian Carr und wurde schliesslich zu einer festen Grösse in den Jazz-Jam-Sessions in Birmingham. 

Später studierte er sogar beim kubanischen Maestro Chucho Valdés, einem der grössten Latin-Jazz-Pianisten der Welt. Obwohl seine
frühe Karriere stark vom Jazz geprägt war, hat sich Chris Corcoran danach auf den Blues konzentriert, insbesondere auf die frühen Swing-, Jump Blues- und R&B-Gitarrenstile. Sein umfangreicher musikalischer Hintergrund mit der klassischen Ausbildung als auch die tiefgehende Jazz-Erfahrung prägt zweifellos seinen virtuosen Ansatz zur Bluesgitarre. Über seine Werke schreiben Kritiker etwa so: «Es dröhnt mit der Big-Band-Intensität des Jump Blues und verzichtet zugunsten meisterhafter Melodien und ausgeprägter Leidenschaft auf schiere Lautstärke.

Das Beste ist sein Flow, jeder Track geht mühelos in den nächsten über. Es ähnelt eher einem Roman, dessen Kapitel miteinander verbunden und verknüpft sind, als einem Computerordner mit einem Sammelsurium unterschiedlicher Dateien», schrieb das Blues Blast Magazine. Oder so: «Von den ersten Tönen an fesselt es die Aufmerksamkeit des Zuhörers. Wie ein brodelnder Topf New Orleans Gumbo vermischt es Frechheit, Würze und die herzhafte Würze des Blues zu einem schwungvollen Eintopf, den man genießen sollte.» 

Chris Cormoran spielt aber nicht nur regelmässig in Clubs und auf Festivals in Europa, sondern gibt darüber hinaus auch Meisterkurse und hat ein Gitarrenbuch («Chromatic Blues Guitar Soloing») veröffentlicht, das seinen einzigartigen Ansatz zum Bluesgitarrenspiel beschreibt. Klar, dass er auch ein Stammgast in Gitarrenmagazinen ist.

Location

  • England

Awards

  • UK Blues Award

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